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Gießenburg-Böllerschützen stellen sich vor

 

Böllerschießen ist eine alte überlieferte Tradition und Brauchtum, bei dem an besonderen Festen und Ereignissen mit Böllern und Pulver ein lauter Knall erzeugt wird. Die Schützen nennen sich Böllerschützen. Das Auftreten der Schützen in Tracht ist dabei obligatorisch und wichtig für die Brauchtumspflege.

Böller werden nuran besonderen Festtagen geschossen, zum Beispiel bei Hochzeiten, Kirchweih, Heiligabend oder Neujahr bzw. Volkstrauertag. Auch bei Schützenfesten, bei Beerdigungen von Kriegsveteranen und langjährigen Vereinsmitgliedern in Schützen- und Veteranenvereinen wird geschossen. Zudem finden  regelmäßige Böllerschützentreffen statt.

Die Geschichte des Böllerschießens lässt sich bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Das liegt auch daran, dass das Böllerschießen nicht als eigenständiger Brauch betrachtet werden kann, sondern sich mit anderen Traditionen entwickelt hat. Die Idee mit Schwarz-pulver Krach zu machen, dürfte so alt sein wie die Entdeckung des Schwarzpulvers selbst. Desweiteren gibt es aus dem 18. Jahrhundert einige Überlieferungen, wonach sich Schützengesellschaften Böllergeräte anfertigen ließen und bei Festivitäten geschossen wurde.

Bei den Böllergeräten wird zwischen Handböller, Schaftböller, Standböller und Kanone unterschieden. Handböller sind meist sehr aufwendig verziert und unterteilen sich weiter in pistolenartige oder auch gewehrartige Böller, welche dann Schaftböller genannt werden. Böllerkanonen sind oftmals restaurierte Originale oder originalgetreue Nachbauten von historischen Vorbildern. Die Gießenburg-Böllerschützen schießen mit Hand- und Schaft-böllern. Bei besonderen Anlässen auch mit Kanone.

Der Schütze muss Inhaber einer Erlaubnis nach dem Sprengstoffgesetz sein und für jeden Böller muss eine gültige Beschußbescheinigung vorliegen. Böller sind juristisch gesehen Schallgeräte und zählen nicht als Waffe. Alle Schießen sind termingerecht bei Gemeinde und Polizei anzumelden.

Beim Böllerschießen wird nach bestimmten Reihenfolgen geschossen, die der Schußmeister vorgibt.

In Präzision und Tempo der Salven zeigt sich die Qualität einer Böllerschützenformation.

Die Untermeitinger Gießenburg-Böllerschützen haben sich im Jahr 1997 gegründet und nach der Gießenburg benannt, welche südlich von Untermeitingen lag. Interesse am Mitmachen? Dann Kontaktaufnehmen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 08232-950545.

Andreas D. Halscheidt

Erster Schußmeister

Gießenburg-Böllerschützen

 

 

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